Strukturplanung für schnelleres Breitband-Internet im Ammerland hat begonnen

„Mit der nun begonnenen Breitbandstrukturplanung sind wir unserem Ziel, unseren Landkreis durch eine Verbesserung der Breitbandinfrastruktur für alle Haushalte und Unternehmen attraktiver und fit für die Zukunft zu machen, einen entscheidenden Schritt näher gekommen“,  unterstrich der Erste Kreisrat Thomas Kappelmann in der Auftaktveranstaltung zur Breitbandstrukturplanung im Ammerland im Kreishaus.

Mit der Strukturplanung für einen kreisweiten Breitbandausbau mit Hochgeschwindigkeitsinternet möchten der Landkreis Ammerland und alle sechs Ammerland-Kommunen eine flächendeckende FTTC-Versorgung (Fiber To The Curb, Glasfaseranbindung und Überbau von Kabelverzweigern) mit mindestens 30 Mbit/s erreichen.  Alternativ wird eine FTTB-Planung (Fiber To The Building, Glasfaseranschluss direkt zu Gebäuden) erstellt. In die Planung werden auch Gewerbegebiete und öffentliche Einrichtungen mit einbezogen. Begleitet wird das Projekt vom Breitband Kompetenz Zentrum Niedersachsen.

Die Breitbandstrukturplanung wird vom Land Niedersachsen und der EU finanziell gefördert. Nach erfolgreicher bundesweiter Ausschreibung der Planungsarbeiten rechnet der Landkreis mit einem Förderbescheid der NBank über rd. 54.000 Euro und hat den Auftrag an die s&g Beratungs- und Planungsgesellschaft mbH aus Taunusstein erteilt. Das Unternehmen ist auf den Bereich der Telekommunikation, insbesondere das Thema „Breitbandversorgung in ländlichen Gebieten“ spezialisiert.

Wichtiger Bestandteil und Grundlage der Strukturplanung sind Daten zur Breitbandverfügbarkeit und zum Breitbandbedarf. Dazu ist bereits seit dem 11. August 2014 ein vom Breitband Kompetenz Zentrum Niedersachsen entwickelter Fragebogen online über die Website des Landkreises Ammerland unter „Bürgerservice, Politik & Verwaltung“  (http://www.ammerland.de/buergerservice_politik_verwaltung.php) oder direkt über das Breitband Kompetenz Zentrum Niedersachsen unter (http://www.breitband-niedersachsen.de/index.php?id=99)
für alle Bürgerinnen und Bürger der jeweiligen Gemeinde zugänglich. Er enthält Fragen zur Technik und zur Geschwindigkeit bestehender Internetanschlüsse sowie zu den gewünschten bzw. benötigten Anschlüssen. Der Link zum Fragebogen ist auch über die Seiten der Gemeinden und der Stadt Westerstede bequem zu erreichen. Die Bürger, die diesen Weg nicht oder noch nicht nutzen können, sollten sich unbedingt an das Bürgerbüro ihrer Gemeinde/ Stadt wenden.

Der Landkreis Ammerland und alle sechs Ammerland-Kommunen hoffen auf eine hohe Beteiligung an der Umfrage. „Ein Netzausbau kann nur erreicht werden, wenn ein deutlicher Bedarf nach Breitbandangeboten nachgewiesen wird“, betonte Kappelmann. Deshalb sollen in allen Kommunen die Bürgerinnen und Bürger über Vereine, Verbände und  Schulen gezielt angesprochen und zur Teilnahme aufgefordert werden.

Erste Ergebnisse der Strukturplanung werden bereits im Dezember erwartet. Sie liefern die Planungsgrundlage für die Ausschreibung zum Ausbau eines landkreisweiten Hochgeschwindigkeitsbreitbandnetzes (NGA).

Auf dem Bild erste Seite von links: Hilke Hinrichs (Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters der Stadt Westerstede),  Helma Schubert (Erste Gemeinderätin der Gemeinde Apen), Dr. Günter Kimmeskamp und Wolfgang Greven (s&g Beratungs- und Planungsgesellschaft mbH), ), Jörg Pieper (Bürgermeister der Gemeinde Wiefelstede), Petra Lausch (Bürgermeisterin der Gemeinde Edewecht), Rolf Oeljeschläger (Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters der Gemeinde Bad Zwischenahn), Dieter von Essen (Bürgermeister der Gemeinde Rastede), Thomas Kappelmann (Erster Kreisrat des Landkreises Ammerland), Wilfried Konnemann (Breitband Kompetenz Zentrum Niedersachsen), Dr. Thomas Jürgens (Dezernent für Bau, Umwelt, Ordnung beim Landkreis Ammerland).    
 
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