Aufstallung von Geflügel angeordnet

Hühner, Puten, Perl- und Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Enten oder Gänse müssen auch im Landkreis Ammerland aufgestallt werden. Die Allgemeinverfügung tritt ab Samstag, den 29.11.2014 in Kraft.

Grundlage für die Aufstallungsanordnung ist die aktuelle Risikobewertung des Friedrich-Löffler-Institutes, die das Risiko der Verbreitung der Vogelgrippe über Wildvögel momentan als hoch einstuft. Die Wissenschaftler empfehlen in ihrem Gutachten die Anordnung zur Aufstallung in Regionen mit hoher Wildvogeldichte.

Das Ammerland mit dem Zwischenahner Meer, zahlreichen Wasserzügen, Feucht-gebieten und Ausdeichungsflächen, sowie der Nähe zur Nordsee, ist ein ideales Gebiet für Wild- und insbesondere Wasservögel. Vor allem diese können den Vogelgrippeerreger in sich tragen, ohne selber zu erkranken. Der Erreger der Vogelgrippe kann sich so auch über weite Strecken verbreiten und Haus- und Nutztierbestände infizieren.

Das Haus- und Nutzgeflügel sollte deshalb abgeschirmt von Wildvögeln in fest umschlossenen Ställen untergebracht sein. Alternativ sind aber auch Provisorien mit Seitenwänden aus vogeldichtem Draht und einem überstehenden, dichten Dach möglich.

„Aus Tierschutzgründen fällt die Anordnung nicht leicht. Dabei darf aber nicht verges-sen werden, dass im Falle einer Infektion mit Vogelgrippe in Haus- oder Nutzgeflügelbeständen viele Tiere getötet werden müssten. Dies gilt es durch eine Aufstallung zu verhindern. Selbstverständlich wird in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung ständig neu überprüft, wann diese Schutzmaßnahmen wieder aufgehoben werden können“, so Dr. Frank Meyer, Leiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes.

Fragen und Antworten zur Hochpathogenen Aviäre Influenza (HPAI, Geflügelpest, „Vogelgrippe“) finden Sie hier.
 
 
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