Vogelgrippe in Putenbestand im Landkreis Cloppenburg - Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet im Landkreis Ammerland

Im Landkreis Cloppenburg ist am 16.12.2014 die Vogelgrippe (Typ H5N8) in einem Putenbestand festgestellt worden. Betroffen ist ein Putenbestand mit ca. 19.000 Tieren in der Gemeinde Barßel. Der Bestand wurde gesperrt und die Tiere des betroffenen Bestandes werden tierschutzgerecht getötet. Eine Gefahr für den Menschen besteht nach dem derzeitigen Erkenntnisstand nicht.

Auf Grundlage der amtlichen Ergebnisse wurden die Maßnahmen zur Bekämpfung der Geflügelpest nach den bundesrechtlichen Vorschriften durch den Landkreis Cloppenburg eingeleitet. Da das Gebiet um den Seuchenbestand mit einem Radius von mindestens drei Kilometern als Sperrbezirk gilt, sind mit den Gemeinden Apen und Edewecht auch Teile des Landkreises Ammerland betroffen. In diesem  Sperrgebiet im Ammerland befinden sich Geflügelhalter mit ca. 17.000 Tieren.

Mit einem Radius von mindestens zehn Kilometern ist ein Beobachtungsgebiet einzurichten. Davon sind Teile der Gemeinden Apen, Bad Zwischenahn, Edewecht und der Stadt Westerstede betroffen. In diesem Beobachtungsgebiet befinden sich 270 Geflügelhalter mit ca. 100.000 Tieren.

Tierhalter im Sperrbezirk haben dem Veterinäramt unverzüglich die Anzahl der gehaltenen Vögel unter Angabe ihrer Nutzungsart und ihres Standorts und der verendeten gehaltenen Vögel sowie jede Änderung anzuzeigen. Gehaltene Vögel, Säugetiere, Fleisch von Geflügel und Federwild, Eier sowie von Geflügel und Federwild stammende sonstige Erzeugnisse und tierische Nebenprodukte dürfen weder in einen noch aus einem Bestand, Futtermittel dürfen nicht aus einem Bestand verbracht werden.

„Nicht jeder tote Vogel muss an Geflügelpest gestorben sein! Erst wenn mehrere Vögel deutlich krank erscheinen oder an einer Stelle tot gefunden werden, sollten Sie das zuständige Veterinäramt oder die Polizei benachrichtigen“, so Dr. Frank Meyer, Leiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes. „Vermutlich erfolgt die Seuchenübertragung durch Ausscheidungen von Wildvögeln. Wildvögel sollten keinen Kontakt zu Futter und Einstreu haben. Zur Minderung eines Übertragungsrisikos unter den Vögeln sollte das Füttern von Enten, Gänsen oder Schwänen unterbleiben. Bitte informieren Sie auch Ihre Kinder entsprechend.“

Meyer betonte, dass der Verzehr von Geflügelfleisch, Eiern und sonstigen Geflügelprodukten unbedenklich ist. Selbst bei einer Infektion von Hausgeflügelbeständen sei für den Verbraucher keine Gefahr zu erwarten, weil das Virus bereits bei 70° Celsius - und damit bei der üblichen küchenmäßigen Zubereitung - sicher abgetötet wird.

Die aktuellen Informationen des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes finden Sie hier.


 
 
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