Masern erreichen Landkreis Ammerland – Verhinderung weiterer Ausbreitung durch Impfschutz

Virus

Innerhalb der vergangenen drei Wochen sind insgesamt sechs Masernerkrankungen im Ammerland aufgetreten. Alle Erkrankten waren volljährig zwischen 19 und 34 Jahren. Eine der Erkrankungen trat nach einem Berlinaufenthalt auf. Über diesen Erkrankungsfall wurden mittelbar zwei weitere Personen angesteckt.

„Masern sind eine auch bei flüchtigen Kontakten hochansteckende und in der Regel schwere Erkrankung, die zu Komplikationen und in einzelnen Fällen auch zu späteren Folgeerkrankungen führen kann“, warnt Amtsarzt Dr. Elmar Vogelsang. Die Symptomatik beschreibt er wie folgt: „Die Erkrankung beginnt mit Fieber, Husten und krankheitstypischen weißen Flecken an der Mundschleimhaut. Nach einigen Tagen folgt dann der charakteristische Ausschlag mit bräunlich-roten Hautflecken.“

Vor Masern  kann man sich am wirksamsten durch eine zweimalige Impfung schützen. Sie wird von der ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut für alle Kinder ab dem vollendeten elften Lebensmonat empfohlen mit der Folgeimpfung im zweiten Lebensjahr. Darüber hinaus wird für nach 1970 geborene Erwachsene eine einmalige Masernimpfung empfohlen, wenn kein vollständiger Impfschutz oder Immunität durch eine sicher durchgemachte Masernerkrankung besteht. „Nur ein vollständiger Impfschutz schützt zuverlässig. Lassen Sie daher Ihren Impfschutz und den Ihrer Kinder überprüfen und ergänzen Sie gegebenenfalls fehlende Impfungen“, appelliert Dr. Vogelsang an die Ammerländer Bevölkerung.

Das Gesundheitsamt weist ferner darauf hin, dass ungeimpfte Personen nach Kontakt mit Masernerkrankten 14 Tage nicht die Schule oder den Kindergarten besuchen dürfen. Dieses Besuchsverbot gilt auch für die Teilnahme an Prüfungen oder für Schullandheimaufenthalte.

Bild: Gerd Altmann / pixelio.de


 
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