Fachtag „Spurensuche – Besondere Kinder verstehen“ im Kreishaus gut besucht

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Der Fachtag zum Umgang mit Traumatisierungen im Kindes- und Jugendalter im Kreishaus fand mit 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr großen Anklang. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Jugendamt und dem Netzwerk „Frühe Hilfen“ sowie der Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe.

„Entwicklungstraumatisierte Kinder erscheinen einerseits unberechenbar, unerreichbar, unbeeinflussbar und andererseits liebenswert und völlig normal. Sie zeigen verschiedene Verhaltensauffälligkeiten und bringen auch  Profis an ihre Grenzen“, erklärte die Koordinatorin des Netzwerks „Frühe Hilfen“ Judith Kraiker. Die Veranstaltung sollte professionellen Pädagoginnen und Pädagogen, Erzieherinnen und Erziehern sowie Ehrenamtlichen aus dem Flüchtlingsbereich mehr Handlungssicherheit ermöglichen. 

Die beiden Referentinnen  Monika Biener und Marita Brümmer von der Jugendhilfeeinrichtung Eylarduswerk betonten, dass im Umgang mit diesen hochbelasteten Kindern und Jugendlichen Sicherheit, Vertrauen und professionelle Begleitung in Krisensituationen eine besonders große Rolle spielen. Gerade im Flüchtlingsbereich sei es besonders wichtig, eine Therapie erst dann zu beginnen, wenn der Aufenthalt gesichert sei und die Behandlung auch zu Ende geführt werden könne. Der Anteil traumatisierter Kinder und Jugendlicher in der Jugendhilfe sei mit 75 Prozent überdurchschnittlich hoch.

„Auch unter den Flüchtlingen gibt es viele Menschen, die in ihren Herkunftsländern oder auf der Flucht traumatische Erfahrungen gemacht haben und professionelle Unterstützung dringend benötigen. Konkrete Hilfsangebote sind allerdings noch immer rar“, so Petra Müller von der Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe.

 


 
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