Koordinierung von Bildungsangeboten für Menschen mit Migrationshintergrund – Landkreis Ammerland und Transferagentur Niedersachsen beschließen Zusammenarbeit

vorne Ingo Rabe und Dr. Marco Schmidt, im Hintergrund Adrian Bente und Frank Ritterhoff (von links).
Bei einem Pressetermin im Kreishaus wurde eine Vereinbarung zwischen dem Landkreis Ammerland und der Transferagentur Niedersachsen unterzeichnet. „Erklärtes Ziel des Landkreises ist die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund durch passgenaue Bildungsangebote und -zugänge. Dabei setzt der Landkreis nun auf die Unterstützung der Transferagentur Niedersachsen“,  erläuterte der Sozialdezernent Ingo Rabe in Vertretung des Landrates Jörg Bensberg die geplante Zusammenarbeit.

Der Landkreis und die Transferagentur hatten sich zuvor in Gesprächen über aktuelle Herausforderungen in der Region und daraus abzuleitenden Handlungsbedarf ausgetauscht. Mit der „Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe“ hat der Landkreis Anfang 2015 für alle zugewanderten Menschen bereits eine erste Anlaufstelle geschaffen. Im Juli 2016 ist beim Landkreis Ammerland die Stelle des kommunalen Bildungskoordinators für Neuzugewanderte eingerichtet worden. „Übergeordnetes Aufgabenfeld und zugleich Ziel ist die Gestaltung einer Bildungslandschaft im Ammerland, die es auch den Neuzugewanderten ermöglicht, erfolgreiche und lebenslange Bildungsbiographien zu entwickeln“,  beschrieb der Bildungskoordinator für Neuzugewanderte Frank Ritterhoff seine Aufgaben in diesem Bereich.

Die Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement Niedersachsen begleitet Landkreise und kreisfreie Städte beim Aufbau und bei der Weiterentwicklung eines kommunalen Bildungsmanagements. Über den damit verbundenen Steuerungsansatz wird sich der Landkreis im Rahmen der abgeschlossenen Vereinbarung informieren und weitere Schritte vorbereiten. „Gemeinsam mit dem Landkreis erarbeiten wir eine optimale an die Bedarfslage angepasste Lösung und helfen, sie zu implementieren“, erklärte Dr. Marco Schmidt, Projektleiter der Transferagentur, das Vorgehen.

„Beginnen wird die gemeinsame Arbeit mit einer Bestandsaufnahme. Sie soll den notwendigen Überblick über vorhandene Strukturen und Abläufe schaffen. Auf Basis der verbesserten Transparenz kann die Kommune in einem zweiten Schritt Bildungsangebotslücken identifizieren und diese – wo möglich – bedarfsgerecht schließen“, versicherte Transfermanager Adrian Bente bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages.

Auf dem Foto sehen Sie vorne Ingo Rabe und Dr. Marco Schmidt, im Hintergrund Adrian Bente und Frank Ritterhoff (von links).
 
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