Niedersächsische Projektträger treffen sich im Kreishaus – Projekt gegen Schulabsentismus „Ammerland inklusiv“ für weitere zwei Jahre bewilligt

Kreisrat Ingo Rabe bei der Eröffnung
Kreisrat Ingo Rabe bei der Eröffnung der Veranstaltung im Kreishaus.

Vertreterinnen und Vertreter aus neun niedersächsischen Landkreisen und Städten, die für die Umsetzung von Projekten im Rahmen des vom Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderten Landesprogramms „Inklusion durch Enkulturation“ zuständig sind, haben sich zu einem Austausch im Kreishaus getroffen. Begleitet wurde die Veranstaltung durch die verantwortliche Programmleiterin aus dem Kultusministerium Claudia Pappert sowie Beraterinnen der NBank.

„Um die Prävention und Intervention im Bereich Schulabsentismus zu verbessern, haben wir ein Ammerländer Netzwerk aus Schulen, Verwaltung, Wissenschaft und Jugendhilfe sowie Experten für kulturelle Lernformen und Gesundheit gebildet. Daneben galt es, ef-fektive Wege der Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen die-sen Netzwerkpartnern zu etablieren“, erklärte Dirk Weißer, Projekt-koordinator der Kreisvolkshochschule Ammerland gGmbH (kvhs), der sich freute, im Rahmen der Veranstaltung seitens der NBank die Bestätigung zu erhalten, dass das Ammerland eine Bewilligung der Projektzeit ab September 2018 für weitere zwei Jahre erhält.

Viviane Albers und Tijs Bolz vom Institut für Sonderpädagogik der Universität Oldenburg erläuterten, wie 70 Lehrkräfte der Kooperativen Gesamtschule Rastede und der Oberschule Bad Zwischenahn zum Thema „pädagogischer Umgang mit Schulversäumnissen“ in den letzten beiden Jahren geschult wurden. Und Sabine Hess vom Verein Jugendkulturarbeit berichtete über theaterpädagogische Qualifizierungen für Lehrkräfte, die als Impuls für die Unterrichtsentwicklung eingeführt wurden. Die gesteigerte Sensibilität der Lehrkräfte für die unterschiedlichen Formen und Ursachen von Schulversäumnissen zeigt sich in messbaren Ergebnissen: Schulversäumnisse werden jetzt eher wahr- und direkt ernstgenommen. Vorfälle in diesem Zusammenhang können schneller schulintern bearbeitet beziehungsweise unter Zuhilfenahme externer Beratungsmöglichkeiten analysiert und gelöst werden.

Die Verlängerungsphase der Projektzeit für weitere zwei Jahre wird dafür genutzt, einen Transfer der Ergebnisse in weitere Schulen im Ammerland zu leisten. Dazu gehört beispielsweise die Oberschule Edewecht, an der in den kommenden zwei Jahren 50 Lehrkräfte so-wohl zum Thema Absentismus geschult werden als auch im Umgang mit einer elektronischen Anwesenheitserfassung von Schülern. Weitere Themen, beispielsweise die bessere Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern oder das Thema interkulturelle Kompetenz, werden außerdem  erörtert.

Weitere Auskünfte erteilt Dirk Weißer, Projektkoordinator der kvhs Ammerland gGmbH, unter Telefonnummer 04488 56-5161 oder hier per E-Mail.

Auf dem ersten Bild sehen Sie die niedersächsischen Projektträger von „Ammerland inklusiv“.
 
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