„Steigende Preise zwingen zu Gebührenerhöhungen“

Der Abfallwirtschaftsbetrieb weist darauf hin, dass sowohl die Gebühren für die Rest- und Biomüllabfuhr als auch die Anlieferungsgebühren auf der Deponie Mansie und den Recyclinghöfen im kommenden Jahr erhöht werden müssen. „Hintergrund sind die in den letzten zwölf Monaten überproportional gestiegenen Energiekosten, aber auch die Gehaltserhöhungen bei den beauftragten Unternehmen, die zu einem starken Kostendruck geführt haben“, so Werksleiter Michael Hauschke.

Daneben belastet auch die zum 01.01.2007 vorgenommene Mehrwertsteuererhöhung von 16 % auf 19 % die Gebührenkalkulation 2009. In den Vorjahren konnte die Mehrwertsteuererhöhung noch durch Einsparungen bei Neuausschreibungen aufgefangen werden. „Insoweit können wir stolz sein, dass wir durch das Ausnutzen von Einsparpotenzialen die Mehrwertsteuererhöhung erst mit einem zeitlichen Verzug von zwei Jahren an unsere Bürgerinnen und Bürger weitergeben müssen“, so Hauschke weiter.

Die Gebührenerhöhung fällt sehr moderat aus. Bei einer üblichen Veranlagung mit 60l-Abfallgefäßen und einem 14-tägigen Abfuhrrhythmus bedeutet dies für den Ammerländer Privathaushalt eine Anhebung der Jahresgebühr bei der Restmüllabfuhr um 4,08 € und bei der Biomüllabfuhr um 3,96 €. Der Ammerländer Normalhaushalt wird somit lediglich mit 8,04 € jährlich belastet. Die vorgesehene Gebührenerhöhung führt durchgängig für alle Behältergrößen bei der Restmüllabfuhr zu 7,52 % und bei der Biomüllabfuhr zu 15,07 % höheren Gebühren. Trotz dieser Erhöhung liegt die Restmüllgebühr damit immer noch unter dem Gebührenniveau von 2000 und 2001. „Dies dürfte wohl einmalig sein“, erklärt Michael Hauschke.

Werksleiter Hauschke weist darauf hin, dass die bisherigen zusätzlichen Leistungsangebote wie die kostenlose Entsorgung von Altpapier, Sperrmüll, Ast- und Strauchwerk und Sondermüll für Privathaushalte auch weiterhin angeboten werden.

„Auch nach dieser Erhöhung zählen wir nach wie vor zu den günstigsten Entsorgungsträgern in der Abfallwirtschaft“ erklärt Michael Hauschke. Dieses bestätige eine aktuelle Gebührenübersicht des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz, in der der Landkreis Ammerland Platz drei (bezogen auf je ein 120l-Abfallgefäß mit zweiwöchentlicher Leerung bei der Rest- und Biomüllabfuhr) belegt. „Diesen Platz werden wir wohl auch nach dieser Erhöhung behaupten können“, so Hauschke weiter.

Mülltonnen abfahrbereit
Restmüll- und Biomülltonnen abfahrbereit
 
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