Schnelles Breitband-Internet: Landkreis und Gemeinden bereiten kreisweite Umfrage vor

Vertreter von Landkreis und Gemeinden
BM Hans-Otto Ulken, BM Helmut Völkers, LR Jörg Bensberg, BM Dr. Arno Schilling, BM Petra Lausch, BM Klaus Groß und 1. Gemeinderat Günther Henkel
Die flächendeckende Versorgung mit schnellen Internetverbindungen wollen der Landkreis Ammerland und seine sechs Gemeinden vorantreiben.

Um zu erfahren, wo genau Versorgungslücken bestehen und in welcher Qualität das Internet aufzurüsten ist, wird die Ammerländer Kreisverwaltung an über 55.000 Haushalte und fast 1000 Postfachadressen im Ammerland einen Fragebogen versenden, der auch online ausgefüllt werden kann. Hierauf verständigten sich am 17. Februar Landrat Jörg Bensberg, Bürgermeisterin Petra Lausch, die Bürgermeister Hans-Otto Ulken, Dr. Arno Schilling, Klaus Groß, Helmut Völkers und Erster Gemeinderat Günther Henkel.

„Wir wollen allen Ammerländer Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, sich zu äußern, ob sie mit ihrem derzeitigen Internetanschluss zufrieden sind, oder ob sie einen schnelleren Internetzugang benötigen“, fasst Landrat Jörg Bensberg das gemeinsame Ziel dieser Befragung zusammen. „Darüber hinaus sind insbesondere unsere Unternehmen darauf angewiesen, in kürzester Zeit riesige Datenmengen rund um den Globus zu übertragen“, macht Bensberg auf die immense Bedeutung dieser Umfrage auch für die Ammerländer Wirtschaft aufmerksam.

„Wir wissen zwar, dass die zentralen Orte im Ammerland bereits heute gut mit Breitband auf Basis der DSL-Technologie versorgt sind und das Stadtgebiet Westerstede seit neuestem über eine hervorragende, bundesweit vorbildliche Glasfaserinfrastruktur verfügt. Viele Dörfer sind aber nur mäßig, manche sogar unterversorgt“, zeigt Dietmar Wolke, Leiter des Amtes für Kreisentwicklung beim Landkreis Ammerland, örtliche Defizite auf. Erste Anfragen würden das belegen.

Eine flächendeckende Bedarfsanalyse sei eine wichtige Grundlage für Verhandlungen mit Netz- und Diensteanbietern und stärke die gemeindliche Position. „Je mehr Ammerländerinnen und Ammerländer den Fragebogen ausfüllen, umso exakter können wir erfahren, wo vor Ort der Schuh drückt. Die Angabe von personenbezogenen Daten ist dafür nicht erforderlich. Es ist lediglich eine Ortsangabe mit Straße und Hausnummer einzutragen. Diese Angaben benötigen wir unbedingt, um analysieren zu können, in welchen Ortslagen, in welchen Straßen sich ein Netzausbau rentiert“, hofft Wolke auf eine rege Beteiligung an dieser Umfrage. Die Bedarfserhebung sei darüber hinaus Voraussetzung für die Förderfähigkeit des Ausbaues der Breitbandinfrastruktur mit öffentlichen Mitteln.

Das Breitband-Kompetenzzentrum des Landes Niedersachsen mit Sitz in Osterholz-Scharmbeck unterstützt diese Aktion, hat den Fragebogen hierzu entwickelt und wird die Umfrageergebnisse für den Landkreis Ammerland auswerten. „Nach Abschluss des Verfahrens werden alle Daten selbstverständlich gelöscht“, sichert  Wolke zu.

Zurzeit laufen die Vorbereitungen im Kreishaus in Westerstede auf Hochtouren. In Kürze wird die Ammerländer Kreisverwaltung den Startschuss zu dieser kreisweiten Umfrage abgeben.

 


 
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