Eltern vernachlässigen Kindervorsorgeuntersuchungen - Landkreis veröffentlicht Gesundheitsbericht

Die gesetzlichen Kindervorsorgeuntersuchungen im Vorschulalter werden nicht von allen Eltern regelmäßig wahrgenommen. Das ergab der aktuelle Gesundheitsbericht des Landkreises Ammerland zu den Kindervorsorgeuntersuchungen. Bei den 1.255 Einschülern des letzen Jahres fehlten insgesamt 360 U-Untersuchungen in den Vorsorgeheften. Bei 61 Kindern wurden nicht einmal Vorsorgehefte vorgelegt. Am unvollständigsten ist die Teilnahme an den Vorsorgeuntersuchungen bei den Vier- und Fünfjährigen.

Die Kindervorsorgeuntersuchungen dienen dem frühzeitigen Erkennen von Krankheiten und Entwicklungsstörungen. Sie sind ein Muss für Kinder und sollten auch dann wahrgenommen werden, wenn das Kind gesund erscheint”, so Dr. Elmar Vogelsang, der Leiter des Gesundheitsamtes. “Je früher eine Entwicklungsstörung oder Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Therapiemöglichkeiten. Eltern sollten ihren Kindern diese Chance nicht vorenthalten.”

Bei den Untersuchungen des Gesundheitsamtes wurde zudem festgestellt, dass bei Kindern, die nicht regelmäßig an den Vorsorgeuntersuchungen teilgenommen haben, deutlich mehr schulrelevante Auffälligkeiten vorlagen. Diese erforderten dann weitere fachärztliche Untersuchungen: Zum Beispiel kann eine bei einem vierjährigen Kind in der Vorsorgeuntersuchung festgestellte Verzögerung der sprachlichen Entwicklung bis zur Einschulung meistens erfolgreich behandelt werden, die rechtzeitige Versorgung mit einer Brille oder einem Hörgerät kann die durch Seh- bzw. Hördefizite entstehenden Wahrnehmungsstörungen verhindern bzw. lindern.

Der vollständige Bericht des Gesundheitsamtes ist im Internet unter  http://www.ammerland.de/gesundheit.php zu finden.         

 
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