Keine Angst vor Hautflüglern - Beratungsnetz steht mit Rat und Tat zur Verfügung

Alljährlich mit Beginn des Frühjahres sind sie wieder unterwegs: wild lebende Bienen, später dann in den Sommermonaten Hornissen, Wespen  und Hummeln. Sie sind zu dieser Zeit auf Nahrungssuche und bauen ihre Nester auch im besiedelten Bereich.

„Kein Grund zur Panik“, beruhigt Hilke Hinrichs, die Leiterin des Amtes für Umwelt und Wasserwirtschaft beim Landkreis Ammerland. “Durch Beachtung einfacher Verhaltensregeln wie ein gebührender Abstand zu den Nestern und das Einhalten von Ruhe lässt sich der Zeitraum auch ohne den Einsatz von Insektenvernichtungsmitteln problemlos überstehen.“

Hornissen, Wespen, wild lebende Bienen und Hummeln sind in ihrem Bestand bedroht. Da sie wichtige Aufgaben wie die Bestäubung zahlreicher Wild- und Kulturpflanzen übernehmen, ist es nach dem Bundesnaturschutzgesetz und dem Niedersächsischen Naturschutzgesetz verboten, Hautflüglerin ihrer Ruhe zu stören, zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Zudem sind Hornissen und einige andere Wespenarten sowie alle wild lebenden Bienen und Hummeln nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Eine Umsiedlung bzw. im Ausnahmefall eine Abtötung dieser Tiere darf nur nach vorheriger Genehmigung durch das Amt für Umwelt und Wasserwirtschaft erfolgen.

Der Landkreis Ammerland bietet eine telefonische und eine Vor-Ort-Beratung an. Dafür stehen in einem „Hautflüglerberaternetz“ organisierte ehrenamtliche Helfer zur Verfügung, deren Telefonnummern auf Anfrage unter  04488 – 56-2590  weitergegeben werden. Eine telefonische Beratung ist für den Bürger kostenlos. Bei einer Beratung vor Ort wird eine einheitliche Beratungspauschale von 10,00 Euro zzgl. Fahrtkosten. Die Kosten einer Umsiedlung liegen bei ca. 60,00 Euro. 


 
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