Gutachten im Brandfall in Edewecht/Jeddeloh II liegt vor – Keine akute Gefahr für Mensch und Tier

Das infolge eines Brandfalles am 06.10.2009 im Bereich einer landwirtschaftlichen Hofstelle in Edewecht-Jeddeloh II in Auftrag gegebene Gutachten liegt nunmehr vor. 

Das beauftragte Gutachterbüro, welches den Brandort sowie drei Feststoffproben unmittelbar aus der Brandstelle untersucht hat, stellt darin zunächst fest, dass durch die Verbrennung von Metall-, Holz- und Plastikteilen mehrere Schadstoffe nachgewiesen werden konnten. Eine unmittelbare und erhebliche Gefahr für die menschliche Gesundheit sowie für Tiere besteht jedoch nicht. Das Gutachten weist allerdings darauf hin, dass eine solche Gefährdung in der heißen Brandphase und im unmittelbaren Anschluss bestanden haben könnte.

18 Einsatzkräfte der Feuerwehr hatten nach der Brandbekämpfung, die unter Atemschutzausrüstung stattgefunden hat, über Atembeschwerden und Augenreizungen geklagt und sich kurzfristig in ärztliche Obhut begeben.

„Den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr geht es nach unseren Informationen gut. Wir können aufgrund des Gutachtens jetzt davon ausgehen, dass sie keine dauerhaften gesundheitlichen Beeinträchtigungen erlitten haben. Nachdem uns jetzt die gutachterliche Aussage zur den Brandrückständen vorliegt, werden wir, um jeden Zweifel auszuräumen, allen Personen, die seinerzeit vor Ort waren, eine spezifizierte ärztliche Untersuchung durch das Gesundheitsamt anbieten“, erklärt Landrat Jörg Bensberg.

Der Tod von drei Enten in einem  nahegelegenen Zuchtbetrieb steht nicht im Zusammenhang mit dem Brand. Das Veterinäramt des Landkreises Ammerland konnte feststellen, dass  alle weiteren 4.265 Tiere in ihrer Gesundheit augenscheinlich nicht beeinträchtigt sind.

Nicht geklärt ist bislang, in welchen Ausmaß die vorgenommene Verbrennung zu einer Verunreinigung des Bodens geführt hat. Die Untere Abfallbehörde des Landkreises Ammerland wird in Kooperation mit anderen Fachbehörden sowohl den Untergrund der Brandstelle als auch die angrenzende Fläche auf eine Verunreinigung intensiv überprüfen und ggf. die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen einleiten.


 
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