So friert der Bioabfall nicht fest: Abfallberatung gibt Tipps zur Handhabung der Biotonne bei Minustemperaturen

Im Winter kommt es immer wieder vor, dass die Abfälle, vor allem die Bioabfälle, in den Tonnen festfrieren. Sobald die gefrorenen Abfälle fest an den Innenwänden haften, kann es Probleme bei der Leerung geben. Deshalb bittet der Abfallwirtschaftsbetrieb um Beachtung der folgenden Hinweise.

„Soweit möglich sollten die Abfallbehälter bis zur Abfuhr an einem geschützten, wärmeren Standort gestellt werden. Die Biotonne sollte nur locker befüllt werden – wenn möglich zuerst mit grobem trockenerem Material mit wenig Bodenkontakt. Sehr feuchte Bioabfälle dagegen wie Kaffeefilter oder Kartoffelschalen sollten erst antrocknen. Hilfreich kann das Auskleiden der Tonne mit Pappe oder Zeitungspapier sein“, rät Ariane Weltzien, Abfallberaterin beim Landkreis Ammerland. Das Anfrieren am Tonnenboden lässt sich vermeiden, wenn zwischen Boden und Bioabfall ein Hohlraum, beispielsweise durch einen aufgeklappten Eierkarton, geschaffen wird.

Küchenabfälle können auch  in Zeitungspapier eingewickelt oder in  Bäckertüten vorgesammelt  in die Tonne gegeben werden. Diese saugfähigen Materialien sowie auch  kompostierfähige Kleintierstreu, Küchenkrepp oder Servietten reduzieren den Feuchtigkeitsgehalt und können bedenkenlos als Zwischenschichten in die Tonne gegeben werden.

Zusätzlich sollten die Tonnen am Abfuhrtag noch einmal kräftig aufgesetzt werden und der Inhalt eventuell mit einem Spaten oder Stock aufgelockert bzw. vom Tonnenrand gelöst werden. „Dann klappt es dem Frost zum Trotz auch mit der Leerung“, ist Ariane Weltzien zuversichtlich.  „Tonnen, die  nach der Rüttelung am Fahrzeug nicht vollständig entleert sind, können von der Entsorgungsfirma so abgestellt werden“, informiert die Abfallberaterin abschließend.


 

 


 
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