Landkreis Ammerland veröffentlicht Beratungsführer für essgestörte Menschen

Broschüre Ess-Störungen
Etwa 600 Bürger des Landkreises Ammerland sind von einer Ess-Störung wie Bulimie, Magersucht oder Ess-Sucht betroffen. Vier Fünftel davon sind  Mädchen und Frauen, ein Fünftel Jungen und Männer. Das Alter der Betroffenen liegt zwischen zwölf und 51 Jahren.

Das ist das Ergebnis einer Erhebung des Sozialpsychiatrischen Dienstes des Landkreises Ammerland bei Psychotherapeuten, Medizinern, Sozialdiensten, Beratungsstellen, Krankenkassen, Jugendeinrichtungen und Schulen. Ein  Beratungsführer für essgestörte Menschen, der während eines Pressegespräches  im Kreishaus vorgestellt wurde, soll für diese Krankheitsbilder sensibilisieren und Lösungswege aufzeigen. 

„Die Früherkennung einer Ess-Störung erhöht die Heilungschancen für die Betroffenen maßgeblich. Deshalb liegt uns daran, mit dieser neuen Broschüre die unterschiedlichen Krankheitsbilder aufzuzeigen und darüber hinaus einen Wegweiser zu  Hilfsangeboten im Ammerland und in der Region zu schaffen“, so die Diplompädagogin Annika Preuß. Aufgeführt werden Ansprechpartner aus den Bereichen Therapie, Klinik, Ernährungsmedizin, Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen, Ernährungsberatung und Wohneinrichtungen sowie Projekte für Lehrer und Erzieher.

„Ich hoffe, dass die niedrigschwellige Erreichbarkeit passender Hilfen dazu beiträgt, die Situation von Menschen mit Ess-Störungen zu verbessern“, so der Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes  Ralph Korczak.

Der Beratungsführer kann ab sofort auf der Website des Landkreises unter http://www.ammerland.de/gesundheit.php herunter geladen oder beim Gesundheitsamt bei Frau Preuß a.preuss@ammerland.de kostenfrei angefordert werden. 

 
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