Untersuchungen auf Legionellen jetzt Pflicht für Betreiber von Warmwassergroßanlagen - Landkreis informiert über Erweiterung der Trinkwasserverordnung

Jedes Jahr erkranken bis zu 30.000 Menschen in Deutschland an ambulant erworbenen Lungenentzündungen, die durch Legionellen hervorgerufen werden. Bis zu 15 Prozent der Fälle enden sogar tödlich. Die Wärme liebenden Keime vermehren sich insbesondere in Warmwasser von Trinkwasserinstallationen und können beispielsweise beim Duschen eingeatmet werden. Sie werden aber nicht von Mensch zu Mensch übertragen.

„Nach der seit November vergangenen Jahres geltenden neuen Trinkwasserverordnung müssen jetzt auch die Trinkwasserinstallationssysteme in gewerblich genutzten Gebäuden wie Mietshäusern auf Legionellen untersucht werden. Bisher bestand die Pflicht für die Untersuchung nur für öffentliche Gebäude“, so Dieter Witting, Hygieneinspektor beim Gesundheitsamtes des Landkreises Ammerland. „Angezeigt und untersucht werden müssen jetzt Großanlagen zur Trinkwassererwärmung mit einem Gesamtwasservolumen von über 400 Litern. Die Untersuchung hat jährlich zu erfolgen und die Untersuchungsergebnisse sind dem zuständigen Gesundheitsamt zu übermitteln.“

Verbindlich sind nun auch technische Regeln für den Bau und Betrieb von neuen Trinkwasserversorgungsanlagen. Um die Qualität des Trinkwassers noch besser vor Verunreinigungen zu schützen, regelt die Trinkwasserverordnung jetzt den Einsatz von Installationsbauteilen strenger. „Durch fehlerhaft ausgewählte Installationsmaterialien oder den nicht korrekten Betrieb der Anlagen kann die Qualität des Trinkwassers beeinträchtigt werden, so dass sich Bakterien wie Legionellen ausbreiten können“, soWitting.

Weitere Informationen sowie einen Vordruck zur Anzeige einer Großanlage finden Sie auf der Internetseite des Landkreises Ammerland www.ammerland.de. Für Anfragen steht Ihnen das Gesundheitsamt (Dieter Witting 04488-5653-25) beratend zur Verfügung.

 

 


 
 
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