Resolution des Kreistages des Landkreises Ammerland zur Forderung der Stadt Oldenburg nach einer Bahnumgehung

Der Rat der Stadt Oldenburg hat am 26.11.2012 beschlossen, eine neue Umgehungsstrecke für Güterzüge zu fordern.

Dieser Beschluss gefährdet zum einen die Umsetzung der weiteren Ausbaustufen der bestehenden Bahnstrecke Oldenburg - Wilhelmshaven, insbesondere die auch für den Lärmschutz der Anlieger in der Gemeinde Rastede relevante und zugesagte Elektrifizierung. Zum anderen sind mit der Oldenburger Planung einer Umgehungstrasse nicht nur das Stadtgebiet Oldenburg, sondern auch der Landkreis Ammerland bzw. die Gemeinde Rastede im Ortsteil Neusüdende betroffen. Damit würde wiederum in ein Ammerländer Landschaftsschutzgebiet - Erhalt der Kulturlandschaft an der Wahnbäke - eingegriffen. Die Forderung nach einer Bahnumgehung entbehrt auch jeglicher planerischen Grundlagen, ist regional völlig unabgestimmt und brüskiert die Nachbarkommunen.

Der Kreistag des Landkreises Ammerland fordert die Stadt Oldenburg daher auf, jedwede Planungsaktivitäten und Forderungen auf Ammerländer Gebiet zu unterlassen und den Ratsbeschluss vom 26.11.2012, soweit Ammerländer Belange betroffen sind oder sein können, zurückzunehmen. Der Kreistag erwartet von der Stadt Oldenburg, dass sie alles unterlässt, was zu Verzögerungen oder gar zu Veränderungen bei den von der Deutschen Bahn AG zugesagten und zum Teil schon in der Umsetzung befindlichen Lärmschutzmaßnahmen in der Gemeinde Rastede führt. 

 


 
 
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