Versorgung mit Betreuungsplätzen im Ammerland gesichert – Ab August haben auch Kleinkinder bis zu drei Jahren einen Anspruch auf Betreuung

Bei der Versorgung mit Krippen- und Tagepflegeplätzen sieht Sozialdezernent Ingo Rabe den Landkreis und seine Gemeinden gut aufgestellt: „Jede Familie, die einen Betreuungsplatz sucht, wird auch einen bekommen.“

Ein einheitlicher Richtwert des Bundesfamilienministeriums gebe den Kommunen einen Versorgungsgrad von 35 Prozent vor, wobei der Bedarf im städtischen Bereich jedoch deutlich höher sei, als in ländlich strukturierten Gebieten. Zum August könne aber bereits für ca. 40 Prozent aller Ammerländer Kinder im Alter bis zu drei Jahren ein Betreuungsangebot gemacht werden, erläuterte Rabe, wobei sich die Situation in den sechs kreisangehörigen Gemeinden zum Teil unterscheide. „Unsere Gemeinden haben sich nicht stur an diesen Richtwert gehalten, sondern sie haben versucht, ein bedarfsgerechtes Angebot für ihren jeweiligen Bereich zu schaffen“, unterstrich Rabe. Dies gelte sowohl für die absolute Zahl der Betreuungsplätze, als auch für den Mix aus Krippen- und Tagespflege.

„Kreis und Gemeinden haben in erheblichem Umfang in die Schaffung von Krippenplätzen investiert. Daneben wurde auch das Angebot an Tagespflegeplätzen durch die Ausbildung weiterer Tagesmütter- und –väter ausgebaut“, so der Sozialdezernent.
Mit der Fertigstellung der neuen Krippe in Apen stehen kreisweit 644 Krippenplätze zur Verfügung (2008: 182). Das Angebot an Tagespflegeplätzen ist seit 2008 von 330 auf 473 Plätze gewachsen.

Das Angebot in den kreisangehörigen Gemeinden gliedert sich wie folgt:
 

 Krippen-
 plätze

 Tages-
 pflege

 Versorgungs-
 grad

 Gemeinde
 Apen

 74  44  ca. 45 %

 Gemeinde
 Bad Zwischenahn

 144  102  ca. 43 %

 Gemeinde
 Edewecht

 65  121  ca. 35 %

 Gemeinde
 Rastede

 145  65  ca. 38 %

 Stadt
 Westerstede

 111  67  ca. 33 %

 Gemeinde
 Wiefelstede

 105  74  ca. 47 %

Die Krippenplätze sind zum nächsten Kindergartenjahr annähernd ausgelastet, in der Tagespflege gibt es dagegen noch freie Angebote. Rabe unterstrich, dass es grundsätzlich keine Wartelisten gebe, wobei es im Einzelfall vorkommen könne, dass etwa in der gewünschten Krippe, die auf dem Weg zur Arbeit liegt, gerade kein Platz verfügbar ist und zunächst auf ein anderes Angebot verwiesen werden muss. Werde dieses nicht angenommen, könne es im Einzelfall natürlich zu einer Wartezeit kommen, bis ein Platz frei werde, so der Sozialdezernent.

 
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