Pflegeeltern gesucht! – Kampagne des Jugendamtes gestartet

„Kinder brauchen eine Familie.“  Dass Kinder in intakten Familien aufwachsen können ist allerdings keineswegs eine Selbstverständlichkeit: Auch im Landkreis Ammerland gibt es Kinder, deren Eltern verstorben sind, deren leibliche Eltern sich nicht kümmern können oder denen behördlicherseits das Sorgerecht entzogen wurde. Zurzeit hat das Jugendamt als Träger der öffentlichen Jugendhilfe 110 Kinder in 87 „Ersatzfamilien“ auf Zeit, sprich bei Pflegeeltern, untergebracht.

Weil immer wieder für Kinder in Notsituationen Unterbringungsmöglichkeiten gesucht werden müssen und immer weniger Menschen bereit sind, die Verantwortung einer Pflegeelternschaft auf sich zu nehmen, hat der Kinderpflegedienst des Jugendamtes jetzt eine Kampagne gestartet, deren Ziel es ist, mehr Familien zu finden, die ihren Lebensalltag mit einem zunächst fremden Kind teilen wollen.

Mit einem Flyer, mit großformatigen Plakaten sowie über die Website des Landkreises Ammerland  http://www.ammerland.de/pflegefamilie sollen Familien angesprochen werden, die sich vorstellen können, ein Pflegekind aufzunehmen. Eine Informationsveranstaltung am Dienstag, dem 24.09.2013, um 18.30 Uhr im Westersteder Kreishaus, Ammerlandallee 12 gibt grundlegende Informationen und Einblicke zu den unterschiedlichen Formen von Pflegeverhältnissen, zu Erwartungen und Voraussetzungen sowie finanziellen und begleitenden Angeboten des Jugendamtes. Die Teilnahme ist ohne Anmeldung möglich.

 


„Gesucht werden Familien, Paare oder Alleinstehende, die für die besondere Situation eines Pflegekindes offen sind und ein Kind aufnehmen möchten, das zu ihrem Lebensalter und zu ihrer Lebensplanung passt“, erklärt Juliana zum Buttel, die beim Landkreis Ammerland eine von drei Ansprechpartnerinnen im Pflegekinderdienst ist. „Der Wunsch nach Aufnahme eines Pflegekindes sollte von allen Familienmitgliedern mitgetragen werden. Es sollte genügend Wohnraum und ein geeignetes soziales Umfeld vorhanden sein und die Familie sollte in gesicherten finanziellen Verhältnissen leben. Für die Dauer der Integration sollte immer ein Elternteil für das Kind ansprechbar sein“, ergänzt ihre Kollegin Barbara Kaup.

Für Simone Lüschen, ebenfalls tätig im Pflegekinderdienst des Jugendamtes, ist die Unterbringung eines Kindes in einer Pflegefamilie häufig die bessere Alternative zu einer Heimunterbringung. „Die Pflegefamilie bietet oft erstmals im Leben ein Zuhause, Entwicklungschancen und Zukunftsperspektiven“, weiß sie aus ihrem Berufsalltag zu berichten, „und die Pflegeeltern bekommen für ihren Einsatz auch sehr viel zurück.“

Wer die Aufnahme eines Pflegekindes in Erwägung zieht , kann sich darauf verlassen, vom Jugendamt bestens auf diese verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet und während der Dauer der Pflegschaft gut beraten, begleitet und unterstützt zu werden. Weiterhin werden Info- und Fortbildungsveranstaltungen sowie Supervision angeboten. Bei unüberwindbaren Schwierigkeiten wird ein Austausch der Pflegeltern ermöglicht. Zur finanziellen Entlastung wird für die Dauer der Pflegeelternschaft ein angemessenes Pflegegeld gezahlt.

Die Ansprechpartnerinnen im Pflegekinderdienst erteilen zu diesem Thema gern Auskunft:

Juliana zum Buttel
Gemeinde Apen und Stadt Westerstede
Telefon: 04488-563250
E- Mail: j.zumbuttel@ammerland.de

Barbara Kaup
Gemeinden Edewecht und Bad Zwischenahn
Telefonnummer: 04488-563261
E-Mail: b.kaup@ammerland.de

Simone Lüschen
Gemeinden Rastede und Wiefelstede
Telefon: 04488-563260
E- Mail: s.lueschen@ammerland.de
 

 
 
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