Die Rede des Landrates zum Jahreswechsel 2013/2014

Liebe Ammerländerinnen und Ammerländer,

in einer aktuell veröffentlichten Studie zur wirtschaftlichen Zukunftsfähigkeit der Städte und Kreise in Deutschland nimmt der Landkreis Ammerland wieder einen Platz im oberen Drittel der Bewertung ein und gehört damit eindeutig zu den Favoriten im Nordwesten der Republik. Für diese Zukunftsfähigkeit haben wir im abgelaufenen Jahr auf vielen Gebieten entscheidende Weichen gestellt.

In Kooperation mit zahlreichen Akteuren haben wir dafür gesorgt, dass die Ausbildungs- und Arbeitschancen für Jugendliche und Erwachsene sehr gut sind. Die Arbeitslosenquote liegt mit durchschnittlich 4,5 Prozent weit unter dem Bundesdurchschnitt; fast alle Ammerländerinnen und Ammerländer unter 25 Jahren stehen in Lohn und Brot. Mit unserem kreiseigenen Programm zur Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen wurden von 2008 bis 2013 Investitionen von über 61 Millionen Euro begleitet, bei denen rund 700 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen wurden. Die Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Arbeitswelt und Familie sind gut: Mit Beginn des kommenden Kindergartenhalbjahres werden durch das Engagement der Gemeinden und des Landkreises 900 Tagespflege- und Krippenplätze zur Verfügung stehen, sodass kreisweit fast 40 Prozent der unter Dreijährigen versorgt sein werden.

Zukunftsfähig zeigt sich der Landkreis auch durch das vom Kreistag verabschiedete Klimaschutz- und Energiekonzept, auf dessen Grundlage bis 2020 ein Fünftel des Energieverbrauchs beim Landkreis eingespart und der Anteil von Öko-Strom am Gesamtstromverbrauch im Ammerland auf 50 Prozent erhöht werden soll. In diesem Zusammenhang dient das „Standortkonzept Windenergie“ als gemeinsames planerisches Fundament. Um auch den individuellen Kohlendioxid-Ausstoß zu senken und die Attraktivität von umweltfreundlichen Fortbewegungsmitteln zu steigern, haben wir Maßnahmen zugunsten des öffentlichen Verkehrs und des Radfahrens beschlossen: Auf den Linien S35, 330 und 380 werden Taktlücken innerhalb der Woche geschlossen und das Wochenendangebot erweitert. Gleichzeitig fördert der Landkreis die Fahrzeuganschaffung der Bürgerbusvereine in Bad Zwischenahn und Rastede. Mit dem beschlossenen Bau des Radweges von Hollriede nach Tarbarg wird das ohnehin gut ausgebaute Radwegenetz nochmals erweitert.

Die Finanzlage der Gemeinden, der Stadt und des Landkreises sieht für das neue Jahr erfreulich aus. Deshalb hat der Landkreis Ammerland für 2014 eine Reihe wegweisender Projekte geplant, die unseren Standort stärken und der Lebensqualität dienen. Mit rund einer Million Euro fördern wir auch im kommenden Jahr Sport und Kultur. Gleichzeitig schonen wir das Portemonnaie der Ammerländer, indem wir die Abfallgebühren für 2014 erneut deutlich senken.

Mit diesem Engagement für unseren Landkreis und der Bereitschaft, Zukunft selber zu gestalten, haben wir allen Grund, mit Zuversicht in das neue Jahr zu blicken. Namens des Kreistages und der Kreisverwaltung darf ich mich bei den Ammerländerinnen und Ammerländern für die erfreuliche und gelungene Zusammenarbeit in 2013 bedanken und Ihnen allen ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2014 wünschen.

Westerstede, im Dezember 2013

 
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