Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen

Kinder im Zoo
Christoph und Björn im Zoo
 

Die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen ist eine Leistung aus dem Sozialhilferecht, die in besonderen Lebenslagen gewährt wird.

Ziel der Eingliederungshilfe ist es, den behinderten oder von Behinderung bedrohten Menschen die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen, sowie eine drohende Behinderung zu verhüten oder eine vorhandene Behinderung zu mildern oder zu beseitigen.

Zu den Leistungen zur Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft gehören z. B. Heilpädagogische Leistungen für noch nicht eingeschulte Kinder, Hilfen zur Teilhabe am gemeinschaftlichen und kulturellen Leben, Hilfe zu einer angemessenen Schulausbildung, Hilfe bei der Beschaffung bzw. Erhaltung einer Wohnung, Hilfen zu selbst bestimmtem Leben in betreuten Wohnmöglichkeiten oder Hilfe bei der Ausübung einer angemessenen Tätigkeit.

Eingliederungshilfe als ambulante, teilstationäre oder stationäre Hilfe

Leistungen der Eingliederungshilfe können als ambulante, teilstationäre oder stationäre Hilfe bewilligt werden, wenn der behinderungsbedingte und sozialhilferechtliche Bedarf festgestellt ist.

Leistungen der ambulanten Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen sind z.B. betreutes Wohnen, Hilfsmittel, Frühförderung und Schulintegration.

In teilstationären Eingliederungshilfeeinrichtungen wird für einen bestimmten Zeitraum des Tages die Betreuung von Menschen mit Behinderung sichergestellt. Hierbei kann es sich sowohl um heilpädagogische Fördermaßnahmen (Integrations-, Sonder- oder Sprachheilkindergärten) als auch um tagesstrukturierende Angebote (Tagesstätten, Werkstätten oder Förderstätten) handeln.

Stationäre Eingliederungshilfe wird in Einrichtungen geleistet, wenn für den dort lebenden Menschen mit Behinderung z. B. eine ambulante Betreuung in der eigenen Wohnung nicht oder nicht mehr möglich ist. Stationäre Einrichtungen sind betreute Wohnformen, z. B. spezielle Wohnheime, Wohngruppen oder Internate.

Rechtliche Aspekte

Nach dem Sozialgesetzbuch - Zwölftes Buch (SGB XII) sind vor einer Leistung Einkommen, Ersparnisse und Vermögenswerte in der Regel unter Berücksichtigung von Freigrenzen einzusetzen. Die Leistungen nach dem SGB XII beschränken sich auf das Notwendige zur Überbrückung der besonderen Lage, wobei eigene Möglichkeiten auszuschöpfen sind.

Anträge auf Gewährung der Eingliederungshilfe können beim Sozialamt des Landkreises gestellt werden. Es empfiehlt sich bereits telefonisch zu klären, welche Unterlagen benötigt werden. Im Regelfall sind nachfolgende Unterlagen nötig:   
                 

  • Antrag auf Eingliederungshilfe (unter Formulare www.ammerland.de/formulare.php)
  • Rentenanpassungsmitteilung (-en)
  • Sparbuch- und Kontoauszüge
  • Sonstige Vermögensnachweise (insbesondere Bausparverträge, Rückkaufswerte, Lebensversicherungen, Depots)
  • Nachweis über den Grad der Behinderung (Schwerbehindertenausweis)
  • Ggfs. Aufstellung über monatliche Belastungen (unter Formulare www.ammerland.de/formulare.php)
  • evtl. Unterlagen über weitere Ansprüche (Übertragungsverträge, Grundbuchauszüge etc.)


Rechtliche Grundlagen der Eingliederungshilfe:

 


 
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