Kriegsopferfürsorge

Soldatin in Kunduz
Soldatin in Afganistan
Aufgabe der Kriegsopferfürsorge nach dem BVG ist es, sich der Beschädigten und der Hinterbliebenen in allen Lebenslagen anzunehmen, um die Folgen der Schädigung oder des Verlustes des Angehörigen angemessen auszugleichen oder zu mildern. Ebenso können Beschädigte und Hinterbliebene in entsprechender Anwendung des BVG z. B. nach dem Soldatenversorgungsgesetz (SVG) oder Opferentschädigungsgesetz (OEG) Hilfen im Rahmen der Kriegsopferfürsorge erhalten.


Kriegsopfer/Opfer von Gewalttaten erhalten Versorgungsleistungen für gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen einer Schädigung, die z. B. verursacht worden ist durch:


  • eine militärische oder militärähnliche Dienstverrichtung, 
  • einen Unfall während der Ausübung des Dienstes, 
  • Verhältnisse, die diesem Dienst eigentümlich sind, 
  • Kriegsgefangenschaft, 
  • unmittelbare Kriegseinwirkung (beispielsweise die Verletzung von Zivilpersonen durch einen Luftangriff) oder wenn der Gesundheitsschaden durch Gewaltakte von Angehörigen der Besatzungsmächte (z. B. Körperverletzung, Vergewaltigung) entstanden ist
  • einen vorsätzlichen, rechtswidrigen tätlichen Angriff.

 
Leistungen der Kriegsopferfürsorge können grundsätzlich Beschädigte/Hinterbliebene erhalten, die eine Grundrente beziehen.

Leistungen der Kriegsopferfürsorge  können sein:

  • Hilfe zum Lebensunterhalt
  • Eingliederungshilfe
  • Erholungshilfe
  • Wohnungshilfe
  • Hilfe zur Beschaffung und Unterhaltung eines Kfz
  • HaushaltshilfeHilfe zur Pflege
    Krankenhilfe

Rechtliche Aspekte


Die Leistungen werden, bis auf wenige Ausnahmen, einkommens- und vermögensabhängig gewährt. Anträge sind vor Beginn der Maßnahme bzw. vor Eingang einer Verpflichtung zu stellen. Anträge können beim Sozialamt des Landkreises gestellt werden.


 
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