Lage und Geschichte

 

Lage



Im Nordwesten mittendrin – so könnte man die Lage des Ammerlandes prägnant beschreiben. Es nimmt den südöstlichen Teil des Ostfriesisch-Oldenburgischen Geestrückens ein und erstreckt sich vom Oldenburger Stadtgebiet nach Westen bis zur Leda-Jümme-Marsch sowie von der Friesischen Wehde im Norden bis an den Küstenkanal.

Nachbarkreise sind im Süden neben der kreisfreien Stadt Oldenburg die Landkreise Oldenburg und Cloppenburg, im Westen Leer, im Norden Friesland und im Osten der Landkreis Wesermarsch. Die naturräumliche Beschaffenheit des Ammerlandes hat man häufig mit der Fläche eines Pultes verglichen. Das ist gar nicht so weit hergeholt. Denn das Gebiet des Landkreises hat in Richtung Nordosten, zur Marsch hin, seine hohe Kante, während das Areal in Richtung Südwesten, wo die Moore liegen, leicht abflacht.


Zwei Autobahnen (A 28, A 29), zwei Bundesstraßen (B21, B401) und zwei Eisenbahnlinien durchziehen den Kreis. Sie verbinden ihn mit den Oberzentren Wilhelmshaven und Oldenburg. Neben dem JadeWeserPort ist die geplante Küstenautobahn A 22 mit der Anschlussstelle Westerstede ein wichtiges Infrastrukturprojekt in der gesamten Region.

 

Geschichte


Der heutige Landkreis Ammerland liegt vollständig auf dem Gebiet des sächsischen Ammergaus. Dieser bildete die nordwestliche Grenze zum Siedlungsgebiet der Friesen. Im Ammergau lebten Angehörige des sächsischen Teilstammes der Angrivarier (Engern). Von 1512 bis 1806 war das Ammerland Teil des Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreises.

Bereits der erste namentlich bekannte Graf von Oldenburg, Egilmar I. (ca. 1040–1108) herrschte über den Lerigau, den Hasegau und den Ammergau. Das Ammerland gehört also zu den oldenburgischen Stammlanden, von denen es während des gesamten Mittelalters und der Neuzeit bis 1946 nie getrennt wurde.

Seit dem 19. Jahrhundert gehörte das Gebiet des heutigen Landkreises zu den beiden oldenburgischen Ämtern Westerstede und Oldenburg. 1933 wurde aus dem Amt Westerstede sowie den Gemeinden Rastede und Wiefelstede des Amtes Oldenburg das Amt Ammerland gebildet. Damals wurden die sechs heute noch bestehenden Großgemeinden geschaffen, deren Grenzen sich an alten Kirchspielgrenzen orientieren. Der östliche Teil des Amtes Oldenburg mit den Gemeinden Hatten und Wardenburg kam zum neuen Amt Oldenburg. 1939 wurde aus dem Amt Ammerland der Landkreis Ammerland .

Mit der Fusion der Länder Hannover, Braunschweig, Schaumburg-Lippe und Oldenburg zum Land Niedersachsen wurde der Landkreis Ammerland zu einem niedersächsischen Landkreis im Verwaltungsbezirk Oldenburg, der 1978 im Regierungsbezirk Weser-Ems aufging. Dieser wiederum wurde, wie alle Regierungsbezirke in Niedersachsen, im Jahr 2005 aufgelöst.

Im Vorfeld der Kreisreform vom 1. August 1977 gab es Pläne, das Umland der Stadt Oldenburg in einem großen Landkreis Oldenburg zusammenzufassen. Diese Pläne wurde zugunsten einer Vergrößerung des Landkreises Ammerland auf Kosten des Landkreises Friesland aufgegeben. Am 1. August 1977 wurde der Landkreis Friesland aufgelöst, und die Gemeinden Bockhorn und Zetel sowie die Stadt Varel wurden in den Landkreis Ammerland umgegliedert. Aufgrund verschiedener Verfassungsklagen vor dem Niedersächsischen Staatsgerichtshof in Bückeburg wurde die Kreisreform in Teilen als verfassungswidrig festgestellt. Zum 1. Januar 1980 wurden die Landkreise Ammerland, Friesland und Wittmund in ihrer ursprünglichen Form wiederhergestellt.

Quelle: wikipedia


 
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